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Österreich - Kärnten
Kärntner Bauvorschriften
geändert am 16.04.2008

III. Abschnitt - Allgemeine Bauvorschriften

(1) Bauliche Anlagen sind in allen Teilen so zu planen und auszuführen, dass die bei der Verwendung benötigte Energiemenge nach dem Stand der Technik begrenzt wird. Auszugehen ist von der bestimmungsgemäßen Verwendung der baulichen Anlage; die damit verbundenen Bedürfnisse (insbesondere Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung) sind zu berücksichtigen.

(2) Bei der Beurteilung, ob die Energiemenge gemäß Abs 1 nach dem Stand der Technik begrenzt wird, ist insbesondere Bedacht zu nehmen auf:
a) Art und Verwendungszweck der baulichen Anlage;
b) Gewährleistung eines dem Verwendungszweck entsprechenden Raumklimas, wobei insbesondere ungünstige Auswirkungen, wie unzureichende Belüftung oder sommerliche Überwärmung, zu vermeiden sind;
c) die Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Nutzen hinsichtlich der Energieeinsparung.

(3) Bei der Errichtung von Gebäuden mit einer Gesamtnutzfläche über 1000 m2 müssen alternative Systeme eingesetzt werden, sofern dies technisch, ökologisch und wirtschaftlich zweckmäßig ist. Alternative Systeme sind insbesondere
a) dezentrale Energieversorgungssysteme auf der Grundlage von erneuerbaren Energieträgern,
b) Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen,
c) Fern-/Blockheizung oder Fern-/Blockkühlung und
d) Wärmepumpen.

(4) Bei einer umfassenden Sanierung von Gebäuden mit einer Gesamtnutzfläche über 1000 m2 gelten Abs 1 und 2 nicht nur für die Gebäudeteile, die Gegenstand der Sanierung sind, sondern für das gesamte bereits rechtmäßig bestehende Gebäude.

(5) Bei der Errichtung von Gebäuden sowie bei einer umfassenden Sanierung von Gebäuden mit einer Gesamtnutzfläche über 1000 m2 ist von einer nach den für die Berufsausübung maßgeblichen Vorschriften dazu befugten Person oder einer akkreditierten Prüfstelle ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes (Energieausweis) mit einer Gültigkeitsdauer von maximal zehn Jahren auszustellen. Die Gültigkeitsdauer des Energieausweises kann nach Prüfung durch den Aussteller oder eine andere zur Ausstellung befugte Person um jeweils zehn Jahre verlängert werden, wenn keine Änderungen am Gebäude vorgenommen wurden, die die Gesamtenergieeffizienz beeinflussen und die gesetzlichen Voraussetzungen für die Ausstellung unverändert sind.

(6) Abs 1 bis 5 gelten nicht für
a) Baudenkmäler und Gebäude, die als Teil eines ausgewiesenen Umfeldes oder aufgrund ihres besonderen architektonischen oder historischen Werts offiziell geschützt sind, wenn die Einhaltung der Anforderungen eine unannehmbare Veränderung ihrer Eigenart oder ihrer äußeren Erscheinung bedeuten würde,
b) Gebäude, die für Gottesdienste oder religiöse Zwecke genutzt werden,
c) Gebäude, die nicht Wohnzwecken dienen und die nicht konditioniert werden,
d) freistehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 m2.

(7) Bei Gebäuden mit einer Gesamtnutzfläche von über 1000 m2, die von Behörden oder von Einrichtungen genutzt werden, die für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden, ist vom Eigentümer oder dem Nutzungsberechtigten ein Energieausweis (Seite 1 und 2) an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle anzubringen.

(8) Die Landesregierung hat durch Verordnung unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Rechtes der Europäischen Union jene Anforderungen (insbesondere an den Heizwärme- und Kühlbedarf, an die thermische Qualität der Gebäudehülle, an den Endenergiebedarf, an wärmeübertragende Bauteile sowie an Form, Inhalt und die Befugnis zur Ausstellung des Energieausweises) näher zu bestimmen, unter denen den Abs.1 bis 5 entsprochen wird. Die Landesregierung kann sich in dieser Verordnung auch darauf beschränken, Richtlinien und technische Regelwerke betreffend Energieeinsparung und Wärmeschutz, die vom Österreichischen Institut für Bautechnik (OIB) herausgegeben werden, oder Teile davon für verbindlich zu erklären (§ 2a Abs 4 bis 6 des Kärntner Kundmachungsgesetzes, LGBl Nr 25/1986, in der jeweils geltenden Fassung).

(9) Erstreckt sich die Baubewilligung auf ein Vorhaben, für das ein Energieausweis erforderlich ist, hat die Behörde den Energieausweis der Landesregierung in elektronischer Form zu übermitteln. Die Landesregierung darf die nicht personenbezogenen Daten des Energieausweises und die Daten des Ausstellers automationsunterstützt verwenden, soweit dies zur Verfolgung statistischer und energiepolitischer Ziele notwendig ist.

(10) Die Behörde kann auf Antrag Abweichungen von den Anforderungen der Verordnung gemäß Abs 8 zulassen, wenn der Bauwerber nachweist, dass das gleiche Schutzniveau wie bei Einhaltung der Anforderungen der Verordnung erreicht wird.

(1) Die Fundamente aller Gebäude und sonstigen baulichen Anlagen sind auf tragfähigem, natürlich oder künstlich befestigtem Boden frostsicher zu gründen.

(2) Für die Herstellung des Grundmauerwerkes dürfen nur feuchtigkeitsbeständige Bindemittel verwendet werden.

(3) Das aufgehende Mauerwerk ist so herzustellen, daß das Eindringen von Bodenfeuchtigkeit verhindert wird.

(1) Tragende Bauteile müssen standsicher hergestellt werden; sie müssen mindestens ebenso dauerhaft hergestellt werden wie die von ihnen getragenen Bauteile.

(2) Tragende Bauteile sind ihrer Art und der Art ihrer Verwendung entsprechend gegen Brandeinwirkung zu schützen. Umschließen bei Gebäuden mit mehr als fünf Vollgeschossen tragende Bauteile Hauptstiegen oder deren Zugänge oder kommt den tragenden Bauteilen für die Standsicherheit des Gebäudes erhöhte Bedeutung zu, sind sie hochbrandbeständig herzustellen.

(3) Tragende Bauteile, die atmosphärischen oder chemischen Einwirkungen ausgesetzt sind, müssen aus widerstandsfähigen oder widerstandsfähig gemachten Baustoffen hergestellt werden.

(4) (entfällt)

(5) Leitungsschlitze und Leitungsschächte sind so anzulegen, daß die Festigkeit tragender Bauteile nicht beeinträchtigt wird.

(1) Außenwände von Gebäuden sind brandbeständig herzustellen. Die Wahl anderer Baustoffe ist zulässig, wenn im Interesse der Brandsicherheit unter Berücksichtigung des Standortes und der Verwendung des Gebäudes keine Bedenken bestehen. Sie sind einschließlich der in ihnen enthaltenen Öffnungen entsprechend dem Verwendungszweck des Gebäudes sowie der sonstigen örtlichen Gegebenheiten schalldämmend und - soweit es sich aus § 11 ergibt - wärmedämmend auszubilden.

(1a) Abweichend von Abs 1 dürfen Außenwände von Gebäuden mit höchstens drei Geschossen auch brandhemmend hergestellt werden. Bei Gebäuden mit höchstens fünf Geschossen dürfen die Außenwände der beiden obersten Geschosse auch brandhemmend hergestellt werden.

(2) Außenwände von Gebäuden sind witterungsbeständig herzustellen und wasserabweisend auszubilden. Gegen das Entstehen von Kondenswasser sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

(1) Innenwände müssen standsicher errichtet werden.

(2) Innenwände sind als Trennwände auszubilden, wenn dies im Hinblick auf den Verwendungszweck des Gebäudes im Interesse der Brandsicherheit und des Schallschutzes erforderlich ist. Wände, die Raumverbände, wie Wohnungen, Ordinationen und Büros, voneinander und von Verkehrsflächen abschließen, sind jedenfalls als Trennwände auszubilden.

(3) Trennwände müssen brandhemmend, schalldämmend und - soweit es sich aus § 11 ergibt - wärmedämmend hergestellt werden.

(4) Die schalldämmende Wirkung der Trennwände darf durch Öffnungen nicht aufgehoben werden.

(5) Räume, die der Arbeit mit leicht entzündlichen Stoffen oder der Lagerung solcher Stoffe dienen, sind durch Trennwände vom übrigen Gebäude abzuschließen.

(6) Trennwände sind wie Brandwände auszubilden, wenn es der Verwendungszweck des Gebäudes erfordert. In Gebäuden mit mehr als fünf Vollgeschossen sind Trennwände brandbeständig und Türen in diesen Wänden brandhemmend auszubilden.

(1) Brandwände müssen brandbeständig und - soweit es sich aus § § 11 ergibt - wärmedämmend hergestellt werden.

(2) Werden Brandwände nicht wenigstens 0,15 m über Dach geführt, sind die auf der Brandwand aufliegenden Teile des Daches nicht brennbar zu betten.

(3) Brennbare Bauteile dürfen in Brandwände nicht eingreifen.

(4) Die Wirkung einer Brandwand im Hinblick auf die Brandsicherheit darf durch Öffnungen nicht aufgehoben oder beeinträchtigt werden. Durch Brandwände führende Luft- und Dunstleitungen sind mit brandbeständigen, sich im Brandfall selbsttätig schließenden Klappen, sonstige Öffnungen in Brandwänden mit brandbeständigen, selbsttätigen Verschlüssen, zu versehen.

(5) Außenwände sind als Brandwände auszubilden, wenn dies im Hinblick auf den Verwendungszweck oder die Lage der Gebäude, insbesondere im Hinblick auf ihre Lage an einer Grundstücksgrenze oder auf die Nähe von Grundstücksgrenzen, im Interesse der Brandsicherheit erforderlich erscheint.

(6) Wenn es ihr Verwendungszweck nicht ausschließt, sind Gebäude durch Brandwände in Abschnitte von höchstens 40 m Länge (Brandabschnitte) zu teilen. Gebäude mit mehr als fünf Vollgeschossen und Gebäude, deren Außenwände gemäß § 14 nicht brandbeständig hergestellt sind, sind durch Brandwände in Abschnitte von höchstens 40 m Länge oder 600 m2 Grundfläche (Brandabschnitte) zu teilen.

(1) Die lichte Höhe der Räume ist nach ihrem Verwendungszweck unter Bedachtnahme auf die Interessen der Gesundheit und das Ausmaß der Bodenfläche zu bemessen.

(2) In Aufenthaltsräumen, die zum länger dauernden Aufenthalt einer größeren Anzahl von Menschen oder als Arbeitsplätze bestimmt sind, wie in Büroräumen oder Ordinationsräumen und in Aufenthaltsräumen von Wohnungen in Gebäuden, in denen mehr als zwei Wohnungen angeordnet sind, muß die lichte Raumhöhe mindestens 2,50 m betragen. In Aufenthaltsräumen in Dachgeschossen muß die lichte Raumhöhe - bezogen auf 50 Prozent der Fußbodenfläche - mindestens 2,40 m betragen.

(1) Aufenthaltsräume sind gegen den Außenlärm und die Übertragung von im Gebäude entstehenden Schall ausreichend abzuschirmen.

(2) Aufenthaltsräume sind Räume, die zum länger dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, wie Wohnräume, Büroräume oder Ordinationsräume.

(1) Die Fußböden aller Aufenthaltsräume müssen mindestens 0,50 m über dem höchsten örtlichen Grundwasserstand liegen.

(2) Fußböden nicht unterkellerter Aufenthaltsräume sind gegen Bodenfeuchtigkeit entsprechend zu schützen.

(3) Fußböden sind - soweit es sich aus § 11 ergibt - wärmedämmend herzustellen.

(1) Decken sind so tragfähig herzustellen, daß sie unter Bedachtnahme auf die zu erwartende Belastung den Anforderungen der Sicherheit entsprechen.

(2) Decken unter Dachkonstruktionen müssen so hergestellt werden, daß sie beim Einsturz des Daches die dabei auftretende Belastung aufnehmen können.

(3) Decken müssen dem Verwendungszweck der Räume entsprechend schalldämmend und - soweit es sich aus § 11 ergibt - wärmedämmend ausgebildet werden.

(4) Brennbare Teile von Decken sind unter Bedachtnahme auf den Verwendungszweck des Gebäudes gegen Brandeinwirkung zu schützen.

(5) Decken über Kellern, über Durchfahrten, unter und über brandgefährdeten Räumen sowie Decken in Gebäuden mit mehr als fünf Vollgeschossen sind brandbeständig herzustellen. Decken von Gebäuden mit höchstens drei Geschossen sind mindestens brandhemmend herzustellen. Bei Gebäuden mit höchstens fünf Geschossen sind die Decken der beiden obersten Geschosse mindestens brandhemmend herzustellen.

(1) Jedes Geschoß ist mit einem Ausgang ins Freie zu verbinden. Die Verbindung ist durch Stiegen, Rampen, Gänge oder ähnliches herzustellen. Aufzüge oder Rolltreppen ersetzen solche Verbindungen nicht.

(2) Kein Teil eines Aufenthaltsraumes darf von einer Hauptstiege mehr als 40 m entfernt sein. Hauptstiegen sind Stiegen, die eine regelmäßige Verbindung von Geschossen mit Aufenthaltsräumen zum Ausgang herstellen.

(3) Stiegen und Gänge müssen ausreichend belichtet werden. Wenn Hauptstiegen in Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen nur künstlich ausreichend belichtet werden können, sind hiefür zwei voneinander unabhängige Energiequellen vorzusehen.

(4) Stiegenläufe, Podeste und Geländer sowie die Zugänge zu den Stiegen müssen unter Bedachtnahme auf die Art und den Verwendungszweck des Gebäudes entsprechend gegen Brandeinwirkung geschützt werden. In Gebäuden bis zu fünf Vollgeschossen sind Stiegenhäuser mindestens hochbrandhemmend herzustellen. In Gebäuden mit mehr als drei Vollgeschossen müssen Hauptstiegen und deren Zugänge brandbeständig hergestellt werden, wenn im Gebäude mehr als eine Wohnung oder über dem dritten Vollgeschoß Aufenthaltsräume vorgesehen sind. Bei zumindest brandbeständig herzustellenden Stiegen und deren Zugängen müssen Geländer, allfällige Bodenbeläge sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus schwer brennbaren und nur schwach qualmenden Baustoffen hergestellt werden. Wenn es im Hinblick auf die Größe und den Verwendungszweck des Gebäudes oder einzelner Räume erforderlich ist, sind brandbeständige Stiegen gegen das oberste Kellergeschoß durch rauchdichte, brandhemmende und nicht versperrbare Türen und gegen die Zugänge in den übrigen Geschossen durch rauchdichte, nicht versperrbare Türen abzuschließen.

(5) Stiegen sind so herzustellen, daß eine Übertragung des durch die Benützung entstehenden Schalls in Aufenthaltsräume möglichst eingeschränkt wird.

(6) Die Breite der Stiegen, Podeste und Gänge ist nach ihrem Verwendungszweck und dem Ausmaß der zugeordneten Räume zu bemessen. Die Breite der Hauptstiegen, ihrer Podeste und Zugänge muß in Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen mindestens 1,20 m betragen. Die lichte Höhe von Stiegenhäusern muß mindestens 2,10 m betragen.

(7) Die Mindestbreite von Stiegen, Podesten und Zugängen darf durch aufschlagende Türen nicht verringert werden.

(8) Die Stufen gerader Stiegen müssen innerhalb eines Geschosses gleich hoch und in der Gehlinie gleich breit sein. Das Steigungsverhältnis, die Stufenhöhe und die Stufenbreite sind so zu wählen, daß ein sicheres Begehen möglich ist. Die Stufenbreite verzogener oder gewendelter Stiegen muß in der Gehlinie mindestens 0, 27m, am spitzen Ende der Stufen mindestens 0,13 m betragen. Die Gehlinie ist 0,45 m vom äußeren Stiegenrand anzunehmen.

(9) Stiegen sind mindestens auf einer Seite mit einem Handlauf zu versehen; bei verzogenen oder gewendelten Stiegen ist er an der Außenseite zu führen.

(10) In Gebäuden mit mehr als drei Vollgeschossen ist bei Stiegenhäusern, bei denen keine unmittelbare Entlüftung ins Freie möglich ist, wie bei innenliegenden Stiegenhäusern, an der obersten Stelle jeder Stiege eine Rauchabzugsöffnung mit einer freien Lichte von mindestens 5 v. H. der Stiegenhausgrundfläche, mindestens jedoch mit einer freien Lichte von 0,5 m2, vorzusehen. Diese Vorrichtung muß vom vorletzten Podest und vom Erdgeschoß aus betätigt werden können.

(1) Alle Stellen in Gebäuden oder sonstigen baulichen Anlagen, an denen Absturzgefahr besteht, müssen, wenn sie ungehindert zugänglich sind, durch Geländer oder Brüstungen abgesichert werden.

(2) Geländer und Brüstungen müssen standsicher und mindestens 0,90 m hoch ausgeführt werden. Geländer sind so auszubilden, daß ein Durchschlüpfen von Personen nicht möglich ist.

(3) Bei allgemein zugänglichen Aussichtsplätzen, Dachterrassen, Tribünen und ähnlichem sind Geländer und Brüstungen mindestens 1,10 m hoch, Brüstungen mit einer Breite von über 0,40 m mindestens 0,90 m hoch, herzustellen.

(4) Wenn das Niveau des Fußbodens höher ist als das Niveau des Bodens außerhalb des Gebäudes, sind Fensterbrüstungen mindestens 0,90 m hoch auszubilden oder bis auf diese Höhe zusätzlich mit Geländern zu versehen oder sonst gleichwertig abzusichern.

(1) Aufenthaltsräume müssen beheizbar sein, wenn der Verwendungszweck des Raumes die Beheizung nicht ausschließt. Mindestens ein Aufenthaltsraum pro Wohnung muß für den Fall, daß der vorhandene Energieträger ausfällt, zusätzlich mit einem anderen Energieträger beheizbar sein als die übrigen Räume dieser Wohnung.

(2) Jede Feuerstätte muß an einen Rauchfang oder Abgasfang angeschlossen werden.

(3) Heizräume sind vom übrigen Gebäude durch als Brandwände ausgebildete Trennwände abzuschließen.

(4) Heizräume für zentrale Gasfeuerungsanlagen sind mit je einer Öffnung in Boden- und in Deckennähe zu versehen, die eine ausreichende Be- und Entlüftung gewährleisten. Heizräume für sonstige zentrale Feuerungsanlagen sind mit einer Entlüftungsöffnung in Boden- oder Deckennähe zu versehen. § 201 Abs 2 gilt sinngemäß für Heizräume mit zentralen Feuerungsanlagen.

(1) In Öllagerräumen (§ 200 Abs 2) ist der Raum um den Lagerbehälter als öldichte Wanne auszubilden; ein öldichter Belag im Bereich der Ölwanne darf nur auf eine homogene Wand- und Bodenkonstruktion aufgebracht werden. Die Wanne ist so zu bemessen, daß die im Lagerbehälter gelagerte Ölmenge darin aufgenommen werden kann. Die Eingangsschwelle zum Öllagerraum ist entsprechend hoch zu versetzen.

(2) Türen zu Öllagerräumen sind brandhemmend auszubilden, wenn nicht im Interesse der Brandsicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Lage und den Verwendungszweck des Gebäudes oder die Größe des Öllagerraumes, eine brandbeständige Ausführung erforderlich ist. Türen zu Öllagerräumen sind mit selbsttätigen Verschlüssen zu versehen. Diese Türen sind mindestens 80 x 80 cm groß zu bemessen.

(3) Kanalabläufe und Gasmesser dürfen in Öllagerräumen nicht angeordnet werden.

(4) Öllagerräume sind unmittelbar ins Freie zu entlüften. Die Entflüftungsöffnungen sind mindestens 25 x 25 cm groß zu bemessen und mit einem Gitter, dessen Maschenweite 10 mm nicht übersteigen darf, zu verschließen.

(5) Öllagerräume sind elektrisch zu belichten.

(1) Rauchfänge sind so anzuordnen, daß eine wirksame Ableitung der Verbrennungsgase unter Bedachtnahme auf die Interessen der Sicherheit und der Gesundheit gewährleistet ist. Rauchfänge sind so zu isolieren, daß eine Kondenswasserbildung ausgeschlossen ist.

(2) Feuerstätten verschiedener Geschosse dürfen nicht an denselben Rauchfang angeschlossen werden. Feuerstätten desselben Geschosses dürfen nur dann an denselben Rauchfang angeschlossen werden, wenn es sich um die Feuerstätten einer Wohnung oder eines sonstigen baulich in sich abgeschlossenen Raumverbandes handelt. Die Bestimmung dieses Absatzes gilt nicht, wenn es sich um Rauchsammler oder Abgassammler (§ 26) handelt.

(3) Rauchfänge müssen brandbeständig, betriebsdicht und innen glatt hergestellt werden.

Bei Rauchfängen, die auf Decken aufgesetzt sind, ist die Unterlage tragfähig und mindestens brandbeständig auszubilden. Richtungsänderungen von Rauchfängen (Ziehungen) sind zulässig, wenn die Abweichung vom Lot nicht mehr als 30 Grad beträgt.

(4) Rauchfänge müssen auf ihrer ganzen Länge denselben lichten Querschnitt haben. Der Querschnitt der Rauchfänge muß kreisförmig, quadratisch oder rechteckig sein. Bei rechteckigen lichten Querschnitten darf ein Seitenverhältnis von 1:11/2 nicht überschritten werden. Die Querschnittfläche ist so zu bemessen, daß eine ausreichende Zugwirkung mit Bedacht auf die Eigenart und die Heizleistung der vorgesehenen Feuerstätten, die Temperatur der Verbrennungsgase und die wirksame Höhe des Rauchfanges gewährleistet ist. Die lichte Mindestabmessung von Rauch- und Abgasfängen muß betragen:
a) 14 cm, wenn Feuerstätten angeschlossen werden, die ausschließlich mit festen Brennstoffen betrieben werden;
b) 6 cm, wenn Feuerstätten angeschlossen werden, die ausschließlich mit flüssigen oder ausschließlich mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden.

(5) Das Rauchfangmauerwerk darf nicht durch andere Bauteile belastet werden. Brennbare Bauteile - ausgenommen Bodenbeläge, Fußbodenleisten, Deckenschalungen u.ä. - müssen von der Rauchfangwange mindestens 0,03 m entfernt sein.

Die Stärke der Zungen und Wangen ist entsprechend der Heizleistung, der Art des vorgesehenen Brennstoffes und der Art des verwendeten Baustoffes zu bemessen. Bei gezogenen Rauchfängen müssen die Zungen so bemessen werden, daß ihre Beschädigung durch Kehrgeräte ausgeschlossen ist. Die Mindeststärke der Wangen darf durch das Verlegen von Leitungen nicht beeinträchtigt werden.

(6) Rauchfänge sind mindestens 0,30 m über dem Dachfirst oder so hoch auszuführen, daß die Mündung des Rauchfanges von der Dachfläche einen Mindestabstand von 1,0 m - senkrecht zur Dachfläche gemessen - aufweist.

(7) Rauchfänge sind so herzustellen, daß eine Reinigung an der Sohle und von oben möglich ist. Die Reinigungsöffnungen müssen mit dichten und sperrbaren doppelten Reinigungsverschlüssen aus nicht brennbarem Material versehen werden. Bei Ziehungen sind am unteren Ende der Ziehung Reinigungsöffnungen vorzusehen.

Reinigungsöffnungen sind so zu bemessen, daß eine ordnungsgemäße Reinigung der Rauchfänge möglich ist. Reinigungsöffnungen müssen von nicht brandbeständigen Bauteilen einen Abstand von mindestens 25 cm haben. Reinigungsöffnungen müssen leicht zugänglich sein und dürfen nicht in Ställen, Lagerräumen für Lebensmittel, in Garagen oder in Räumen, die der Arbeit mit leicht entzündlichen Stoffen oder der Lagerung solcher Stoffe dienen, angebracht werden. Reinigungsöffnungen in Aufenthaltsräumen, sind mit gasdichten Verschlüssen zu versehen.

Die Reinigungsöffnungen müssen mindestens in einer Entfernung von 0,50 m vom Fußboden angebracht werden. Der Bodenbelag unter den Reinigungsöffnungen muß in einem Umkreis von mindestens 1,0 m aus nicht brennbaren Baustoffen hergestellt werden. Die Reinigungsverschlüsse sind mit den dazugehörigen Stockwerks- und Türnummern zu bezeichnen. Weiters sind die wesentlichen technischen Daten des Fanges anzugeben.

(8) Ist eine Reinigung der Rauchfänge von der Dachfläche vorgesehen, ist ein gesicherter Zugang zu den Rauchfängen anzulegen.

(9) Rauchfänge mit einer lichten Querschnittsfläche von mehr als 0,20 m2 müssen am unteren Ende eine Einsteigöffnung haben; diese ist mit einer dichten, brandbeständigen und sperrbaren Tür abzuschließen. In Rauchfängen mit einer lichten Querschnittsfläche von mehr als 0,30 m2 müssen überdies in Abständen von höchstens 0,40 m Steigeisen angebracht werden.

(10) Aufsätze dürfen auf Rauchfängen nur über nicht brennbarer Dachdeckung und nur da angebracht werden, wo sie die Reinigung nicht behindern und bei jeder Windrichtung Saugzug bewirken. Dies gilt in gleicher Weise für dachähnliche Ausführungen über Rauchfängen.

(11) Die in den Abs 1 und 3 bis 10 enthaltenen Bestimmungen für Rauchfänge gelten in gleicher Weise für Abgasfänge.

(12) Reinigungsverschlüsse von Abgasfängen sind als solche besonders zu kennzeichnen.

(13) Werden offene Kamine nicht an einen eigenen Rauchfang angeschlossen, sind Vorrichtungen anzubringen, die den offenen Kamin bei Nichtbetrieb vom Rauchfang dicht abschließen.

(14) Besteigbare und schliefbare Rauchfänge dürfen nicht zur Abgasführung verwendet werden.

(1) Rauchsammler und Abgassammler sind Rauchfänge bzw. Abgasfänge, an die vorübergehend Feuerstätten verschiedener Geschosse oder verschiedener Wohnungen oder Raumverbände desselben Geschosses angeschlossen werden dürfen.

(2) Für Rauchsammler und Abgassammler gelten - soweit nicht ausdrücklich anderes bestimmt ist - die Bestimmungen des § 25 Abs 1 und 3 bis 14.

(3) Rauchgase dürfen nur in Rauchsammler, Abgase nur in Abgassammler abgeleitet werden.

(4) An Rauchsammler oder Abgassammler dürfen nur Feuerungsanlagen mit einer Nennleistung bis zu 8750 W angeschlossen werden. Offene Feuerstätten, Waschküchenheizeinrichtungen, Etagenheizungen mit Ölbrennern, zentrale Feuerungsanlagen und Feuerungsanlagen von Betriebsbauten oder für betriebliche Zwecke dürfen nicht an Rauchsammler oder Abgassammler angeschlossen werden.

(5) Die Zahl der Anschlüsse an einen Rauchsammler oder Abgassammler ist entsprechend dem lichten Querschnitt und der wirksamen Rauchfanghöhe und unter Bedachtnahme auf die örtlichen Windverhältnisse vorzusehen. In Rauchfängen dürfen auf eine Länge von 6,0 m, gemessen von der Rauchfangmündung nach unten, keine Einmündungen in den Sammler vorgesehen werden; dieses Ausmaß kann unterschritten werden, wenn geeignete mechanische Absaugvorrichtungen vorgesehen werden.

(6) Für den dichten Abschluß von Abgasanschlüssen und Rauchrohranschlüssen für die Zeit, in der sie nicht benützt werden, sind ausreichende Vorkehrungen zu treffen.

(1) Verbindungsstücke und ihre Anschlüsse an Rauchfänge und Abgasfänge müssen dicht hergestellt werden. Sie müssen zur Einmündung hin ansteigen.

(2) Fest verlegte Verbindungsstücke, wie Rauchkanäle und Poterien, müssen brandbeständig ausgebildet werden; andere Verbindungsstücke, wie Rauchrohre oder Abgasrohre, müssen aus nicht brennbaren Baustoffen hergestellt werden; sie sind entsprechend gegen Korrosion zu schützen.

(3) Münden mehrere Verbindungsstücke in einen Rauchfang oder in einen Abgasfang, sind sie übereinander in einem Abstand von mindestens 0,40 m, von Mitte zu Mitte gemessen, anzuordnen. Werden Abgase in einen Rauchfang eingeleitet, müssen die Einmündungen der Abgase mindestens 0,60 m über der höchstgelegenen Einmündung für Rauchgase liegen.

(4) In Verbindungsstücke dürfen nur Drosselklappen eingebaut werden, deren oberer Teil ein Viertel des rauchführenden Querschnittes frei läßt.

(5) In Abgasrohre dürfen nur Absperrklappen eingebaut werden, die sich bei Inbetriebnahme der Feuerstätte selbständig öffnen. Die Anlaufstrecke von Abgasrohren für Gasfeuerstätten ist so zu bemessen, daß im Rauchfang an der Strömungssicherung keine Abgase austreten.

(6) Fest verlegte Verbindungsstücke müssen dort, wo sie die Richtung ändern, mit verschließbaren und dichten Reinigungsöffnungen aus nicht brennbarem Material versehen werden.

(7) Werden nicht fest verlegte Verbindungsstücke durch nicht brandbeständige Wände geführt, sind die Wände um die Durchführungsstelle im Abstand von 0,50 m x 0,50 m aus nicht brennbarem Material fugendicht herzustellen.

(1) Die Bestimmungen des § 25 Abs 1 letzter Satz, des Abs 4 zweiter bis letzter Satz, des Abs 7 sowie des § 27 Abs 2, 4, 5 und 6 gelten nicht für Fänge, an die ausschließlich Feuerstätten angeschlossen werden, bei denen die Abgastemperatur hinter der Feuerstätte 160 Grad C nicht übersteigen kann, wenn
a) durch einen Sicherheitstemperaturbegrenzer oder die Kesselkonstruktion gewährleistet ist, daß die Abgastemperatur hinter der Feuerstätte um mindestens 40 Grad C unter der Dauerbetriebstemperatur liegt, für die der Fang geeignet ist;
b) alle Teile des Fanges, die mit anfallenden Kondensaten in Berührung kommen, gegen diese korrosionsbeständig sind;
c) der Fang innerhalb eines Gebäudes in einem Rauchfang geführt wird, der den Anforderungen nach § 25 Abs 3 entspricht und bei dem bestehende Anschlüsse für andere Feuerstätten brandbeständig verschlossen sind; bei Außenanlagen und bei der Durchführung von Verbindungsstücken durch Wände ist zu brennbaren Teilen ein Mindestabstand von 25 cm, gemessen von der Rohraußenseite, einzuhalten;
d) bei Fängen innerhalb eines Gebäudes der Zwischenraum zwischen dem Fang und dem Rauchfang, in dem er geführt wird, hinterlüftet ist; weiters muß der freie Abstand zwischen dem Fang und den Rauchfangwangen mindestens 2 cm vom größten Außendurchmesser des Fanges betragen.

(2) An Fänge nach Abs 1 dürfen nur Feuerstätten angeschlossen werden, die mit den Brennstoffen Gas oder Heizöl Extra-leicht oder einem noch hochwertigeren Heizöl betrieben werden.

(3) Bei Fängen nach Abs 1 ist jede Feuerstätte an einen eigenen Fang anzuschließen, es sei denn, daß es sich um raumluftunabhängige Feuerstätten handelt oder eine Parallelschaltung von Heizkesseln in einem Heizraum erfolgt.

(4) Die lichte Mindestabmessung von Fängen (Abs 1) für Feuerstätten, die ausschließlich mit flüssigen oder ausschließlich mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden, muß 6 cm betragen.

(5) Fänge sind so einzubauen (Abs 1 lit c), daß sie leicht auswechselbar sind.

(6) Verbindungsstücke aus brennbarem Material sind mit einem nicht brennbaren formbeständigen Schutzrohr zu umgeben. Verbindungsstücke müssen korrosionsbeständig sein.

(7) Im Verbindungsstück und - sofern nicht eine sichere Zugangsmöglichkeit zur Mündung des Fanges besteht - auch am obersten Ende des Fanges ist eine Reinigungsöffnung mit einem dichten korrosionsbeständigen Verschluß vorzusehen.

(8) Ein in der Feuerungsanlage anfallendes Kondensat ist so zu behandeln und rückstaufrei abzuleiten, daß weder Gefahren noch unzumutbare Belästigungen entstehen. Auf die Frostsicherheit der Kondensatableitung ist Bedacht zu nehmen.

(9) Bei Fängen nach Abs 1 muß unmittelbar bei der Einmündung des Verbindungsstückes in den Fang oder bei der Durchtrittstelle durch die Außenwand und bei der oberen Reinigungsöffnung eine dauerhafte Beschriftung angebracht werden, aus der der Hersteller und das Baujahr des Fanges sowie die wesentlichen technischen Daten des Fanges ersichtlich sind. Die technischen Daten müssen zumindest Angaben über den bei der Herstellung verwendeten Werkstoff und die höchstzulässige Dauerbetriebstemperatur enthalten.

(1) Alle Räume müssen ihrem Verwendungszweck entsprechend ausreichend belichtet werden.

(2) Aufenthaltsräume müssen natürlich belichtet werden, wenn eine künstliche Belichtung ihrem Verwendungszweck nicht besser entspricht.

(3) Werden Belichtungsöffnungen in Decken angebracht, sind - wenn es die Sicherheit von Personen erfordert - geeignete Vorrichtungen gegen ein Herabfallen von Glas bei Glasbruch anzubringen.

(1) Alle Räume müssen ihrem Verwendungszweck entsprechend ausreichend belüftet und entlüftet werden können.

(2) Lüftungsflügel müssen vom Stand aus betätigt werden können.

(1) Luftleitungen und Dunstleitungen sind dicht und so herzustellen, daß eine Übertragung von Schall durch sie vermieden wird.

(2) Luft- und Dunstleitungen sind unter Bedachtnahme auf den Verwendungszweck des Gebäudes entsprechend gegen Brandeinwirkung zu schützen. Luft- und Dunstleitungen sind jedenfalls brandbeständig auszubilden, wenn sie durch brandgefährdete Räume führen, sich in ihnen brennbare Ablagerungen bilden können oder durch sie gesundheitsschädigende Gase abgeleitet werden sollen. Waagrechte Leitungen für Warmluft (Abs 6) und für Klimaanlagen sind aus nicht brennbaren Baustoffen herzustellen. Luft- und Dunstleitungen dürfen nicht durch oder in explosionsgefährdete Räume geführt werden.

(3) Luft- und Dunstleitungen sind - nach Tunlichkeit in Sammelschächten (§ 31) - über Dach ins Freie zu führen.

(4) Luftleitungen und Dunstleitungen sind an ihren Mündungen gegen das Eindringen von Fremdkörpern zu sichern. In Luftleitungen und Dunstleitungen für ungefilterte Luft sind an jenen Stellen, an denen sie ihre Richtung ändern, verschließbare Reinigungsöffnungen anzubringen.

(5) In Luftleitungen und Dunstleitungen dürfen keine Energieleitungen verlegt werden.

(6) Leitungen für Luft mit mehr als 60 Grad Celsius (Warmluftleitungen) müssen von nicht brandbeständigen Bauteilen einen Abstand von mindestens 0,50 m erhalten oder durch brandbeständige Schutzblenden abgeschirmt werden. Führen Warmluftleitungen durch Brandwände oder durch als Brandwände ausgebildete Trennwände, sind sie brandbeständig auszubilden.

In Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen sind Schächte und Kanäle mindestens brandbeständig auszuführen; sie dürfen nicht in Dachräume münden.

(1) Höfe müssen vom Gebäude aus jederzeit zugänglich und für den Notfall von einer öffentlichen Verkehrsfläche unmittelbar erreichbar sein.

(2) Allseits von mehrgeschossigen Gebäuden umschlossene Höfe unter 20 m2 Bodenfläche und Luftschächte müssen an ihrer Sohle durch eine Luftleitung mit einer Freifläche von mindestens 50 m2 verbunden werden. Solche Luftleitungen müssen einen lichten Querschnitt von mindestens 0,30 m2 haben.

(3) Höfe unter 20 m2 Bodenfläche und Luftschächte müssen mit einem staubfreien Belag versehen werden. Für eine Entwässerungsmöglichkeit ist vorzusorgen.

(1) Dachstühle müssen den statischen Erfordernissen unter Bedachtnahme auf die klimatischen Gegebenheiten entsprechen.

(2) Zweischalige Dachkonstruktionen sind so auszuführen, daß der Zwischenraum be- und entlüftet wird.

(3) Dächer sind mit nicht brennbaren Baustoffen einzudecken, wenn es im Hinblick auf den Standort des Gebäudes und seinen Verwendungszweck erforderlich ist. Widerspricht dies den Anforderungen des Landschaftsbildes oder des Ortsbildes, sind diese Dächer mit schwer brennbaren Baustoffen einzudecken.

(4) Dachaufbauten, wie Luken oder Gauben, müssen im Hinblick auf die Brandsicherheit der Dacheindeckung entsprechen.

(5) Das Abrutschen von Schnee und Eis auf allgemein zugängliche Verkehrsflächen und Hauszugänge ist durch geeignete Vorrichtungen zu verhindern.

(1) In Gebäuden mit mehr als vier Vollgeschossen, die Aufenthaltsräume enthalten, müssen alle Geschosse miteinander durch Personenaufzüge verbunden werden. Die Zahl der Aufzüge ist nach dem sich aus der Größe und dem Verwendungszweck ergebenden Bedarf festzulegen. Mindestens ein Personenaufzug muß zur Beförderung von Krankentragen geeignet sein, wenn über dem vierten Vollgeschoß Aufenthaltsräume angeordnet sind.

(2) Umlaufaufzüge und Rolltreppen sind so anzulegen, daß sie keine Verbindung zu Wohngeschossen herstellen.

(3) Aufzugsanlagen sind mit einem dem Verwendungszweck des Gebäudes entsprechenden Schallschutz zu versehen.

Der Bodenbelag muß auf Dachböden, im Bereich von Feuerstätten und in Räumen, die der Arbeit mit leicht entzündlichen Stoffen oder der Lagerung solcher Stoffe dienen, aus nicht brennbaren Baustoffen hergestellt werden.

(1) Türen sind unter Bedachtnahme auf den Verwendungszweck der Gebäude oder Räume, denen sie zugehören, und auf eine gefahrlose Benutzung anzuordnen, zu bemessen und auszubilden.

(2) Türen müssen mindestens mit einer lichten Höhe von 2,00 m und Eingangstüren zu Gebäuden mindestens mit einer lichten Breite von 0,85 m bemessen werden.

(3) Türen sind unter Bedachtnahme auf den Verwendungszweck der Räume entsprechend gegen Brandeinwirkung zu schützen. Türen, für die eine mindestens brandhemmende Ausführung erforderlich ist, dürfen nur in die Fluchtrichtung aufschlagend eingebaut werden. Türen, für die eine mindestens brandhemmende Ausführung erforderlich ist, sind selbstschließend auszubilden.

(1) Dachräume, Spitzböden und ähnliche Teile von Dachgeschossen sowie Zwischendecken müssen vom Gebäudeinneren aus zugänglich sein. Zugangsöffnungen sind mindestens brandhemmend auszubilden.

(2) Aufenthaltsräume in Dachgeschossen müssen einschließlich ihrer Zugänge und Nebenräume vom übrigen Dachbodenraum und dem Dachstuhl durch Trennwände abgeschlossen werden. Ist in Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen mehr als ein Dachgeschoß mit Aufenthaltsräumen vorgesehen, sind tragende Wände und Decken brandbeständig und Trennwände als Brandwände auszubilden.

(1) Aufenthaltsräume in Kellergeschossen müssen von anderen Räumen des Kellergeschosses durch Trennwände abgeschlossen werden.

(2) Aufenthaltsräume in Kellergeschossen müssen mindestens mit einem dem Verwendungszweck der Räume entsprechenden und sicheren Ausgang ins Freie versehen werden.

(1) In Gebäuden mit mehr als einer Wohnung sind Decken unter und über Feuchträumen feuchtigkeitsbeständig herzustellen.

(2) In Räumen, die nach ihrer Verwendung aus Gründen der Sicherheit oder der Hygiene einer leichten und wirksamen Reinigung bedürfen, sowie in Räumen, in denen sich in erhöhtem Maße Feuchtigkeit entwickelt, wie in Badezimmern, Waschküchen oder Müllsammelräumen, müssen die Wandflächen im erforderlichen Ausmaß wasserabweisend und abwaschbar hergestellt werden.

(3) Die Fußböden in Feuchträumen sind entsprechend wasserdicht herzustellen und mit den Wänden fugenlos zu verbinden.

(1) In Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen, die Aufenthaltsräume enthalten, und für sonstige bauliche Anlagen, die dem Aufenthalt einer größeren Anzahl von Personen dienen, sind Aborte vorzusehen. Die Zahl der Aborte ist nach dem sich aus der Größe und Verwendung des Gebäudes oder der sonstigen baulichen Anlage ergebenden Bedarf festzulegen.

(2) Wenn ein entsprechender Wasseranschluß möglich ist, müssen Aborte als Wasserklosette ausgebildet werden und Pissoirs eine Wasserspülung erhalten.

(3) Aborte, die für eine größere Anzahl von Personen verschiedenen Geschlechtes bestimmt sind, müssen in einem zahlenmäßig angemessenen Verhältnis getrennte Sitzzellen erhalten. Sitzzellen und Pissoirs müssen von mit Waschbecken ausgestatteten Vorräumen zugänglich sein, deren Wände, wenn sie nicht bis zur Decke reichen, einen ausreichenden Sichtschutz gewährleisten müssen. Sitzzellen für Männer und Frauen müssen mit getrennten Vorräumen versehen werden.

(4) Die Größe der Sitzzellen ist mindestens entsprechend der erforderlichen Ausstattung und unter Bedachtnahme auf die Aufschlagrichtung der Türe zu bemessen.

(1) Jedes Gebäude, das Aufenthaltsräume enthält, muß mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt werden.

(2) Brunnen und Quellfassungen müssen so ausgeführt werden, daß das Eindringen von Tagwasser ausgeschlossen ist.

(3) Die Entfernung von Brunnen und Quellfassungen zu Sickergruben, Düngerstätten, Jauchengruben u. ä. ist entsprechend der Bodenbeschaffenheit, der Strömungsrichtung des Grundwassers und der Höhendifferenz zu bemessen.

(1) Bei allen Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen ist unter Bedachtnahme auf ihren Verwendungszweck für das Sammeln und Beseitigen der Fäkalien, der Schmutzwässer und der Niederschlagswässer vorzusorgen. Bei Niederschlagswässern ist darüber hinaus auf den Standort der Gebäude oder sonstigen baulichen Anlagen Bedacht zu nehmen.

(2) Fäkalien und Schmutzwässer sind in einen Kanal oder in eine Senkgrube oder auf eine andere unschädliche Art abzuleiten. Werden Fäkalien und Schmutzwässer nicht in einen Kanal oder in eine Senkgrube abgeleitet, sind sie zu klären.

(3) Niederschlagswässer von Dächern oder befestigten Flächen sind auf unschädliche Art zu beseitigen, insbesondere großflächig zur Versickerung zu bringen oder direkt in einen Kanal oder eine Sickergrube abzuleiten.

(4) Gebäude mit nach außen geneigten Dachflächen, deren Säume unmittelbar an einer öffentlichen Verkehrsfläche liegen, sind mit Dachrinnen und Abfallrohren auszustatten.

(5) Die Entfernung von Senkgruben, Klärgruben und Sickergruben zu Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen auf dem zu bebauenden Grundstück und zu angrenzenden Grundstücken sowie den darauf errichteten Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen, ist entsprechend der Art der Gebäude und sonstigen baulichen Anlagen, der Bodenbeschaffenheit und den sonstigen örtlichen Gegebenheiten zu bemessen. Sie sind leicht zugänglich anzulegen.

(6) Senkgruben, Klärgruben, Düngerstätten und Jauchengruben (Güllegruben) sind wasserdicht herzustellen.

(7) Senkgruben, Klärgruben und Sickergruben sind tragfähig und dicht abzudecken und mit einer Einsteigöffnung zu versehen.

(8) Jauchengruben (Güllegruben) sind tragfähig abzudecken und mit einer Einsteigöffnung zu versehen, wenn die Abdeckung nicht beweglich ausgebildet wird. Bei Jauchengruben (Güllegruben) mit einem lichten Durchmesser ab 6,00 m darf anstelle der Abdeckung auch eine mindestens 1,50 m hohe versperrbare Einfriedung aus Maschendraht vorgesehen werden. Die Zuleitung ist in Bodennähe der Jauchengrube (Güllegrube) zu führen.

(9) In Abflußleitungen für Fäkalien und Schmutzwässer sind Geruchsverschlüsse einzubauen. Diese Leitungen sind über Dach zu entlüften. Ihr Mindestdurchmesser muß 0,07 m betragen.

(1) Bei Gebäuden und bei sonstigen baulichen Anlagen, die dem Aufenthalt einer größeren Anzahl von Personen dienen, ist für das Sammeln und für das Ablagern von Müll und Abfällen vorzusorgen.

(2) Müllsammelräume sind brandbeständig und verschließbar herzustellen. Sie müssen über Dach entlüftet werden können; die Abluftleitung ist brandbeständig auszubilden. Bei der Anordnung der Müllsammelräume ist darauf Bedacht zu nehmen, daß durch den Abtransport von Müllgefäßen keine Belästigung entsteht. Müllsammelräume sind mit einem Wasseranschluß zu versehen.

(3) Müllabwurfschächte müssen in Müllsammelräumen enden. Sie sind brandbeständig, verschließbar und so herzustellen, daß kein Schall übertragen wird.

(4) (entfällt)

(5) Werden Müllbehälter im Freien aufgestellt, sind ihr Standort oder der Zugang zu befestigen. Werden mehr als vier Müllbehälter im Freien aufgestellt, so sind sie durch geeignete bauliche Anlagen vom übrigen Grundstück und von Nachbargrundstücken so abzutrennen, daß durch sie keine Belästigung entsteht.

(1) Soll die Energieversorgung eines Gebäudes oder einer sonstigen baulichen Anlage mit einer Anschlußleitung von mehr als 70 kW erfolgen, ist für die Verteileranlage ein abgetrennter Raum vorzusehen.

(2) Gebäude mit elektrotechnischen Einrichtungen sind mit Fundamenterdern zu versehen.

(1) In Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen ist eine Gemeinschaftsanlage für den Rundfunk- und Fernsehempfang vorzusehen.

(2) Metallene Antennentragwerke, die an der Außenseite von Gebäuden angebracht sind, sind zu erden oder in eine Blitzschutzanlage einzubeziehen.

In Gebäuden mit mehr als einem Vollgeschoss, die Aufenthaltsräume enthalten, sind ab dem zweiten Vollgeschoss zumindest bei zwei Fensteröffnungen innerhalb eines Geschosses, und in Gebäuden mit mehr als einem Vollgeschoss, die Wohnungen enthalten, sind zumindest bei zwei Fensteröffnungen je Wohneinheit eine Anschlageinrichtung für persönliche Schutzeinrichtungen gegen Absturz der Klasse A 1 neben der Fensteröffnung im Fenstersturz ca. 20 cm von der Mauerlichte entfernt anzubringen. Ist diese Anbringung nicht möglich, ist die Anschlageinrichtung so zu befestigen, dass im Einzelfall die Kraft parallel nach unten zur Wand, an der der Anschlagpunkt montiert ist, auftritt oder einwirkt. In Holzfertigteilhäusern ist die Anschlageinrichtung neben dem die Fensteröffnung begrenzenden Rahmenholz in einem zusätzlichen Rahmenstiel aus Hartholz zu befestigen, wobei der Einbau dieser Einrichtung horizontal erfolgen muss.