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Österreich - Kärnten
Kärntner Bauvorschriften
geändert am 16.04.2008

VII. Abschnitt - Kindergärten und Horte

Soweit keine Sonderregelungen für Horte getroffen werden, gelten die Bestimmungen dieses Abschnittes sinngemäß für Horte.

Die Bestimmung des § 75 gilt sinngemäß.

Zwischen den Kindergartenzwecken dienenden Eingangstüren eines Gebäudes und öffentlichen Verkehrsflächen sind geeignete Vorkehrungen vorzusehen, die die Sicherheit der Kinder vor den Gefahren des Verkehrs beim Verlassen des Gebäudes gewährleisten, wenn das Gebäude nicht durch einen mindestens fünf Meter breiten Vorgarten von der Verkehrsfläche getrennt wird.

(1) Die Fluchtwege sind so zu gestalten, daß sie den Anforderungen der Sicherheit im Hinblick auf das Alter der Kinder entsprechen.

(2) Belichtungsöffnungen in für Kinder bestimmten Aufenthaltsräumen dürfen nicht ausschließlich nach Norden gerichtet sein.

(3) Die Größe und Form der Gruppenräume ist entsprechend ihrem Verwendungszweck zu bemessen.

(1) Die Fußböden von Räumen, die für den länger dauernden Aufenthalt von Kindern bestimmt sind, dürfen nur dann unter dem angrenzenden projektierten Gelände liegen, wenn eine ausreichende natürliche Belüftung und Belichtung sowie eine freie Sicht nach außen für die Kinder gewährleistet ist.

(2) Fußböden sind gleitsicher, splittersicher und fußwarm auszubilden.

(3) (entfällt)

(1) Hauptstiegen und deren Zugänge sind hochbrandhemmend herzustellen.

(2) Ist die Mehrzahl der Räume eines Gebäudes für Kindergartenzwecke bestimmt, dürfen gewendelte Stiegen nicht als Hauptstiegen vorgesehen werden.

(3) Aus Kindergärten in Kellergeschosse führende Stiegen oder Zugänge sind von diesen durch mindestens brandhemmende und rauchdichte Türen abzuschließen.

(1) In Aufenthaltsräumen ist eine ausreichende, den gesundheitlichen Anforderungen entsprechende Belichtung vorzusehen; ist dies durch Tageslicht nicht im gesamten Raum möglich, so ist die ausreichende Beleuchtungsstärke durch eine künstliche Belichtung sicherzustellen. § 86 Abs 2 gilt sinngemäß.

(2) Entsprechend dem Verwendungszweck der Räume sind Verdunkelungsvorrichtungen vorzusehen.

Aufenthaltsräume sind unmittelbar ins Freie zu entlüften.

(1) Eingangstüren zu Gebäuden für Kindergärten mit mehr als zwei Kindergruppen sind zweiflügelig herzustellen und mit einer lichten Breite von mindestens 1,60 m zu bemessen. Türen zu Gruppenräumen oder anderen, Kindern zugänglichen Aufenthaltsräumen sind mit einer lichten Breite von mindestens 0,85 m zu bemessen.

(2) § 114 Abs 1, 3 und 4 gilt in gleicher Weise für Kindergärten.

(3) Pendeltüren dürfen nicht vorgesehen werden.

(4) (entfällt)

(5) Vor Eingangstüren zu Gebäuden sind Vorrichtungen für bodengleiche Schuhabstreifer vorzusehen. Nach Eingangstüren ist ein Windfang anzuordnen.

(1) Die Zahl der Abortanlagen ist entsprechend der Größe und Anzahl der Gruppenräume und der für die Beaufsichtigung der Kinder erforderlichen Personen vorzusehen.

(2) Die Abortanlagen für Kinder sind von den Abortanlagen für Erwachsene baulich zu trennen. Bei Horten und Sonderhorten sind die Abortanlagen für Mädchen und für Knaben baulich zu trennen.

(3) Die Türen von Aborten für Kinder dürfen nur in die Fluchtrichtung aufschlagend eingebaut und dürfen nicht versperrbar ausgebildet werden.

Verglasungen sind bis zu einer Höhe von 0,90 m über dem Fußboden abzusichern.

Gebäude, die Räume für Kindergärten enthalten, sind mit Fließwasser auszustatten.

Elektrische Anlagen sind so anzuordnen und auszubilden, daß eine Gefährdung der Kinder ausgeschlossen ist. Die elektrischen Anlagen müssen von einer zentralen Stelle abgeschaltet werden können.